Renaturierung Hafenlohrtal
Von Fichten und Wasserbüffeln

Viele Wiesen und Weiden in den Auen der Spessarttäler wurden nach dem 2. Weltkrieg mit standortfremden Fichten aufgeforstet, so auch im Hafenlohrtal. Ziel des Vorhabens ist es daher, in der Aue der Hafenlohr standortfremde Nadelholzbestände zu entfernen und an ihrer Stelle artenreiche Feuchtwiesen, naturnahe Auenwaldbestände und vielfältige Gewässerstrukturen zu schaffen. Zur Pflege der neu entstehenden Offenflächen sollen Wasserbüffel und Gallowayrinder eingesetzt werden. Entlang der Hafenlohr werden so hochwertige Lebensräume und regional bedeutende Trittsteine neu geschaffen und miteinander vernetzt.


Beim offiziellen Projektstart am 25. Juni 2007 wurden unter Beisein von Journalisten und regionalen Akteuren die ersten Fichten entfernt (siehe Pressemitteilung).

Bisher konnten von insgesamt 12,5 ha Fichtenbeständen 6 ha „entfichtet“ werden. Die Rodung der restlichen Flächen ist in Vorbereitung. Mit der Beweidung der entstehenden Freiflächen und einer 7 ha großen benachbarten Brachfläche wird voraussichtlich im Sommer 2008 nach Fertigstellung der Weidezäune begonnen.

 

Der Erfolg der Maßnahmen wird im Rahmen eines mehrjährigen Monitoringprogramms untersucht. In einem ersten Durchgang im Sommer 2007 haben Mitarbeiter des Forschungsinstituts Senckenberg den Ist-Zustand aller Flächen vor der Rodung der Fichten erfasst.

 

Die Arbeiten werden durch intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit begleitet und treffen auf großes öffentliches Interesse und Zustimmung in der Region.

 

 

Informationen

Biotopverbundprojekt Spessart

Frankfuter Str. 4

97737 Gemünden am Main

Tel. 09351 603446
Fax 09351 602491

oliver.kaisernaturpark-spessart.de