Spessartbäche
Lebensräume für Eisvogel, Wasseramsel und Libelle
Langanhaltende Regenfälle oder Schneeschmelze führen zu Hochwässern, die zerstörerisch für Ortschaften sein können. Hochwasser verändert die Gestalt der Bachläufe immer wieder (Dynamik). Durch Ablagerung und Auflandung entstehen Steilwände sowie Sand- und Kiesbänke.

Diese sind Lebensräume für Eisvogel, Wasseramsel, Libellen und andere Tierarten. Das Bachbett wird vom fließenden Wasser immer wieder verlegt. Es entwickeln sich Bachschleifen, auch Mäander genannt. Vom Bachlauf abgetrennte Mäander werden als Altwasser bezeichnet. Sie sind z.B. Lebensräume für Amphibien.

In einer naturnahen Talaue mit Bachmäandern wird die Fließgeschwindigkeit des Wassers reduziert. Die Wiesen sind Flächen für den Wasserrückhalt (Retentionsraum). Diese Eigenschaften bieten flussabwärts liegenden Ortschaften einen wirksamen Schutz vor Hochwasser.

Am Rande der Bachläufe sind hochwüchsige Staudenfluren ausgebildet, die für Wasser- und Sumpfspitzmaus ein ideales Versteck darstellen. Von hier aus erbeuten unsere kleinsten Säugetiere Insekten, kleine Wassertiere aber auch Frösche, die größer sind als die Wasserspitzmaus selbst.

Die einzelnen Abschnitte eines Baches, Ober-, Mittel-, und Unterlauf, werden jeweils von einer ­typischen Tierwelt bewohnt. Für die sauberen und kalten Spessartbäche sind z.B. Mühlkoppe, Bachforelle und Äsche kennzeichnend.
Informationen

Naturpark Spessart e.V.
Frankfurter Straße 4
97737 Gemünden a. Main
Telefon 09351 603446
Naturpark Spessart

 

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