Fledermausnacht
Europäische Fledermausnacht
Knattern, Zwitschern, Quietschen. Die Lautäußerungen, eingefangen mit dem Bat-Detektor, sind so vielfältig, wie es Fledermausarten gibt. Am letzten Augustwochenende war der Spessart auf den Beinen, um die „Kobolde der Nacht“ zu belauschen, ihre Lebensweise kennen zu lernen und die Flugkünste zu bestaunen. Bei verschiedenen Veranstaltungen im Naturpark Spessart konnten rund 200 Gäste begrüßt werden.
Von wegen gruselig! Die Fledermausmasken machten jedem Spaß (Quelle: Gesierich)
An fünf verschiedenen Orten gingen die Naturparkführer gegen das Grusel-Image der Tiere vor. Mit wachsender Begeisterung ließ sich das bunt gemischte Publikum von den Fledermäusen faszinieren. Es wurde gebastelt und gemalt, Geschichten erzählt und schließlich, zu nächtlicher Stunde, beobachtet, wie sich die Tiere auf den Weg in die Dunkelheit begaben.
Fledermaus ist nicht gleich Fledermaus
Wegen ihrer ungewöhnlichen Lebensweise war die Fledermaus dem Menschen lange Zeit unheimlich
 (Quelle: NABU)

Weltweit sind etwa 950 Fledermausarten bekannt, alleine in Deutschland kommen davon rund 24 Arten vor. Von den in Bayern bekannten fliegenden Säugetieren stehen 14 auf der Roten Liste. Grund für den dramatischen Rückgang sind Nahrungsmangel durch den Einsatz von Insektiziden und die fehlenden Quartiere in Dachstühlen und in Baumhöhlen.
Entsprechend spannend gestaltete sich für Gäste und auch Veranstalter die Fledermaussuche. Wen würde man sehen und hören? Wer kommt in der Dämmerung aus seinem Versteck?

 

Da das Wetter mitspielte, konnten in Gemünden Wasserfledermäuse, Mausohr und Großer Abendsegler beobachtet werden. In Burgsinn kamen noch Zwergfledermäuse auf die Liste. Weitere Veranstaltungen fanden spessartweit in Sulzbach, Wächtersbach und bei der Kartause Grünau statt.

Text: Anja Sorges
Informationen

Naturpark Spessart e.V.
Frankfurter Straße 4
97737 Gemünden a. Main
Telefon 09351 603446
Naturpark Spessart

 

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