Baumriesen im Naturpark Spessart
400-jährige, mächtige Alteichen

[PDF] Baumriesen im Naturpark SpessartWer 400-jährige, mächtige Alteichen in großer Zahl bewundern möchte, muss die Schutzgebiete Eichhall, Rohrberg und Metzgergraben & Krone im Spessart besuchen.

 

Die nächsten derart alten Eichenwälder findet man in Nordhessen an der Sababurg und dann erst wieder im Urwald von Bialowieza im Grenzgebiet von Polen und Weißrussland. Die Wälder des Hochspessarts wurden jahrhundertelang von den Mainzer Fürstbischöfen überwiegend als Jagdgebiet genutzt. Außerdem benötigten sie Bauholz für Ihrer Anwesen und verkauften viel für den Schiffbau nach Holland. Die Eiche mit ihrem stabilen Holz und ihren nahrhaften Früchten konnte alle diese Ansprüche am besten erfüllen. Deswegen wurden sie von den Fürsten besonders geschützt.

 

Heute findet man nur noch Relikte dieser alten Eichenwälder, da sich die Nutzung des Waldes durch den Menschen im Laufe der Zeit stark verändert hat. Diese alten Bestände kommen heute seltenen Tier-, Pflanzen- und Pilzarten zugute, die zum Beispiel auf den vergleichsweise hohen Totholzanteil in den Schutzgebieten angewiesen sind.

Beispiel Naturschutzgebiet Rohrberg

Im Naturschutzgebiet RohrbergDer Rohrberg liegt rund zwei Kilometer südlich vom Naturwaldreservat Eichhall entfernt und umfasst eine Fläche von rund 11 Hektar. Das Gelände wurde bereits 1928 unter Schutz gestellt und gehört somit zu den ältesten Naturschutzgebieten in Bayern. Es sollten die knorrigen Eichen geschützt werden, die diesem Bestand sein charakteristisches Bild gaben. Damals ging man bei diesem Waldbild von einem natürlichen Zustand aus.

 

Neuere Erkenntnisse zeigen jedoch, dass es sich beim Rohrberg um einen ehemaligen Eichenhutewald handelt, in dem über mehrere Jahrhunderte immer wieder Vieh aus Rohrbrunn geweidet wurde. Die ebenfalls vorhandenen, wesentlich jüngeren Buchen zeigen aber, dass sie ohne das Zutun des Menschen im Rohrberg dominieren würden. Um die teilweise tödlich verlaufende Konkurrenz zu den alten Eichen zu entschärfen, wurden einige wenige Buchen und Lärchen gefällt. Ihr Holz blieb jedoch im Bestand liegen.

Karte Baumriesen im Naturpark Spessart

[PDF] Karte Baumriesen im Naturpark SpessartErkunden Sie die Baumriesen im Naturpark Spessart auf unseren vorgeschlagenen Wegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen

Naturpark Spessart e.V.
Frankfurter Straße 4
97737 Gemünden a. Main
Telefon 09351 603446
Naturpark Spessart

 

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