Naturschutzgebiet Spessartwiesen
Ergebnis mittelalterlicher Rodungen

[PDF] Naturschutzgebiet SpessartwiesenIn dem einst geschlossenen Waldgebiet des Spessarts sind Wiesen das Ergebnis mittelalterlicher Rodungen. Bis dahin waren auch die Talflächen mit Wäldern bestockt. Im Gegensatz zu den Hängen und Rücken der Höhenzüge, die von Natur aus fast ausschließlich mit Buchenwald bedeckt waren, kamen in den Tallagen auch Erlen, Hainbuchen, Birken, Eichen und Weiden vor.

 

Nach Aufgabe der ehemals kleinbäuerlich bewirtschafteten Wiesen setzte die natürliche Sukzession ein oder man forstete diese Freiflächen mit der Fichte auf. Sowohl auf Pflanzen und Tiere als auch auf das Landschaftsbild wirkt sich das Zuwachsen der wenigen Offenlandbereiche im waldreichen Spessart sehr negativ aus. Der Haupt-Schutzgrund für das im Jahr 2001 ausgewiesene Naturschutzgebiet „Spessartwiesen“ war es daher, die weitere Verbuschung der Flächen zu verhindern. Der Naturpark Spessart hat sich am Ausweisungsverfahren für das Schutzgebiet aktiv beteiligt.

Sprudelnde Quellen

FlussperlmuschelDie durchschnittlich 400 bis 500 Meter über NN liegenden Gipfel des Spessarts bringen mit Jahresniederschlägen von 850 bis 1.000 Millimeter einen enormen Wasserreichtum in die Täler. Von den bewaldeten Kuppen gespeichert, tritt dieses saure, nährstoffarme Wasser an stauenden Bodenschichten wieder aus. Hier entspringen häufig Quellen, die Lebensraum einer ganz charakteristischen Tier- und Pflanzengemeinschaft sind.

 

Eine auffällige Art der Quellbäche ist die Zweigestreifte Quelljungfer. Die Larven benötigen für ihre Entwicklung, die bis zu fünf Jahre dauert, sauberes und sauerstoffreiches Wasser. Besondere Quellbereiche finden sich im Naturschutzgebiet „Spessartwiesen“ in den kleineren Seitentälern, wie dem „Kalten Grund“ bei Neuhütten oder dem „Birklergrund“ zwischen Habichsthal und Wiesen.

Der Aubach hat seinen Ursprung auf hessischem Gebiet im Bereich des Wiesbüttmoors. Hier kommen Wollgras und Sonnentau mit den stark sauren Moorböden zurecht. Vergleichbares gibt es in den Spessartwiesen nur in den Flachmoorbereichen bei Heigenbrücken.

Karte Naturschutzgebiet Spessartwiesen

[PDF] Karte Naturschutzgebiet SpessartwiesenErkunden Sie das Naturschutzgebiet Spessartwiesen auf unseren vorgeschlagenen Wegen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Informationen

Naturpark Spessart e.V.
Frankfurter Straße 4
97737 Gemünden a. Main
Telefon 09351 603446
Naturpark Spessart

 

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