Naturschutzgebiet Hafenlohrtal

Lkr. Aschaffenburg, 70,6 ha


Das Naturschutzgebiet liegt oberhalb von Lichtenau und umfasst einen knapp 4 km langen Abschnitt des über 20 km langen Hafenlohrtals. Das Schutzgebiet wurde 1988 ausgewiesen, um die ehemaligen Streu- und Wässerwiesen vor der Aufforstung mit Fichten bzw. vor einer zu intensiven landwirtschaftlichen Nutzung zu schützen. In den letzten Jahrzehnten haben sich wiesenähnliche Sekundärgesellschaften gebildet, die im ein- oder mehrjährigen Rhythmus gemäht oder gemulcht werden. Durch Pflegeeingriffe erfolgt zudem eine Begrenzung des Gehölzaufwuchses. Seit kurzem kommen versuchsweise auch wieder Weidetiere zur Pflege der Flächen zum Einsatz. Die erfolgreiche Beweidung mit Wasserbüffeln im unteren Hafenlohrtal war hier Vorbild (Link zu Wasserbüffelseite).

Wegen seiner Größe und Vielfalt der vorkommenden Arten und Lebensgemeinschaften besitzt das Gebiet überregionale Bedeutung.

Tipp

Das Hafenlohrtal erkunden

Das gesamte Hafenlohrtal ist durch Wanderwege und Radwege gut erschlossen und bietet vielfältige Naturerlebnis- und Beobachtungsmöglichkeiten, z.B. am sogenannten Bohlensteg westlich der Lichtenau (Einkehrmöglichkeiten). Bitte beachte, dass im Schutzgebiet selber außerhalb der markierten Wege ein Betretungsverbot zum Schutz der trittempfindlichen Feuchtwiesenvegetation gilt.

Dies ist eine alte Landschaft, die gibt es gar nicht mehr, hier ist die Zeit stehen geblieben. Wenn Landschaft Musik macht, dies ist ein deutsches Streichquartett

Kurt Tucholsky bei einem Besuch des Hafenlohrtals im Spessart 1927

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