Naturschutzgebiet Spessartwiesen

Landkreise Aschaffenburg und Main-Spessart, 354 ha


Das Naturschutzgebiet Spessartwiesen umfasstTalabschnitte von Lohr, Aubach und Lohrbach sowie deren Nebentäler (Rinderbachtal, Birklergrund, Kalten Grund und Bächlesgrund).
Diese Wiesentäler sind typisch für den Spessart: Nährstoffarme Quellen, mäandernde Bachläufe, ausgedehnte Nass- und Feuchtwiesen, Hochstaudenfluren und moorige Bereiche sowie kleine Auenwaldreste bilden hier ein Mosaik an Lebensräumen. Die Landschaft offenzuhalten ist hier vorrangiges Schutzziel. 

Das Naturschutzgebiet Spessartwiesen umfasst Flächen im Lohr- und Aubachtal (Vermessungsverwaltung)

Info
Wissen

Ameisenbläulinge

Zu den besonderen Bewohnern gehören der Helle und der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling. Diese bemerkenswerten Schmetterlinge legen ihre Eier am Großen Wiesenknopf ab. Die Raupen fressen die Blütenköpfe und lassen sich dann zu Boden fallen. Dort sondern sie einen Geruchsstoff ab, der Knotenameisen anlockt. Getäuscht durch den Geruchsstoff, halten die Ameisen die Raupen für Ameisenlarven und tragen sie in ihren Bau, wo sie die Raupen wie ihre eigene Brut pflegen und füttern. Dank der chemischen Tarnung können die Raupen sogar Ameisenlarven fressen, ohne von den Ameisen attackiert zu werden. Die Raupen überwintern im Ameisenbau, verpuppen sich im Frühjahr, schlüpfen Mitte Juni und leben etwa einen Monat als Falter. Voraussetzung ist, dass der frisch geschlüpfte Schmetterling den Weg aus dem Ameisenbau schafft, denn nach dem Schlüpfen funktioniert die Tarnung nicht mehr und die Ameisen greifen den Schmetterling an.

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