25.10.2023

Beobachtungsplattform am Gustavsee in Karlstein eingeweiht

Am 13. Oktober 2023 luden Karlsteins Bürgermeister Peter Kreß und Dr. Oliver Kaiser, Geschäftsführer des Naturparks Spessart zur Eröffnung der neuen Beobachtungsplattform am Gustavsee ein. Nach mehr als dreijähriger Planungs- und Bauzeit wurde das Bauwerk zusammen mit Projektpartnern sowie Vertreterinnen und Vertretern des Gemeinderats und Umweltausschusses eingeweiht.

Der 25 Hektar große Gustavsee hat eine wechselvolle Nutzungsgeschichte. Das Gebiet wurde für den Braunkohle-Tagebau genutzt. Außerdem stand das erste Atomkraftwerk Deutschlands hier. Heute steht er mit seinen schilfbewachsenen Uferstreifen seit 1991 als Vogelschutzgebiet unter Naturschutz.

„Bisher war der Gustavsee abgeschottet“, so Bürgermeister Kreß. Der Naturpark Spessart und die Gemeinde Karlstein haben daher am Westufer des Gustavsees eine barrierefreie Beobachtungsplattform errichtet. Die Stahlplattform ragt knapp acht Meter in den Böschungsbereich hinein und ermöglicht den Ausblick auf nahezu die gesamte Seefläche. Aufwendig illustrierte Schautafeln stellen die Geschichte des Gustavsees und einige der hier vorkommenden Vogelarten vor. „Die Schautafeln sind so gestaltet, dass sie Passanten auf die frei stehende Aussichtsplattform leiten“, erläuterte Architekt Dirk Appel, der das Projekt planerisch begleitet hat.

Kreß begrüßte die Plattform als weiteres Highlight seiner Gemeinde. Nun könnten alle den See und seine Natur erleben. Man sehe hier „welch ein Natur-Paradies aus einem Braunkohle-Tagebau entstehen kann“, sagte er. Außerdem ergänze die Plattform wunderbar das in der Nähe liegende Energiemuseum, das Anfang des Jahres eröffnet wurde.

„Mein Eindruck ist fantastisch“, sagte Julia Stockum von der Stiftung "natur mensch kultur" nach der Übergabe eines Spendenschecks. Die Stiftung hatte die Gestaltung der aufwändig illustrierten Schautafeln mit 3.904 € unterstützt. Stockum betonte die Schönheit der Illustrationen und meinte „es hat sich gelohnt.“ Weitere Fördergelder kommen von der Regierung von Unterfranken, diese trägt etwa 70% der 120.000 € umfassenden Bau- und Planungskosten.

Karte: Aussichtspunkt Gustavsee

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